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Auch wenn der Wettergott nicht immer nach Wunsch mitspielte, so können die Verantwortlichen der Freien Turnerschaft bezüglich der 100-Jahr Feier ein positives Fazit ziehen. Die Festwoche bot sehr viele Höhepunkte. Nach dem doch sehr schwungvollen Festauftakt konnte man den Besuchern mit dem Gastspiel der Iberl-Bühne aus München, die das Stück „Ned um a Fünferl eine Moral“ aufführte, einen ersten Höhepunkt bieten. In dieser Groteske von Georg Maier in drei Akten legten die Frauen und Männer in bayerischer Mundsprache pietätlos die Schwächen des anderen Geschlechts bloß. Auch der „Tag der offenen Tür“ wurde – wenngleich der Termin mit dem Rosenheimer Stadtfest zusammenfiel – insgesamt recht gut angenommen. Dabei präsentierten sich die einzelnen Abteilungen mit zahlreichen Vorführungen. Die Kajakabteilung führte beispielsweise einen Eskimotier-Wettbewerb durch, bei dem es galt, in einem mobilen Swimmingpool 15 Rollen innerhalb kürzester Zeit zu schaffen. Im Festzelt hatte die Abteilung Taekwondo die Bühne für diverse Vorführungen genutzt und gezeigt, wie interessant diese Sportart ist. Nicht umsonst ist diese Sparte auch das Aushängeschild der Freien Turnerschaft mit zahlreichen nationalen und internationalen Titelträgern. Im großen Saal, in dem Tischtennisplatten aufgebaut waren, konnten sich schließlich die Talente von morgen unter fachmännischer Anleitung am kleinen weißen Zelluloidball üben. Überaus großes Interesse rief das Fußballspiel der Herrenmannschaft gegen die Traditionself des TSV 1860 München hervor. Auch wenn diese Begegnung aus Sicht der Gastgeber mit 3:11 verloren ging, so konnten die Zuschauer mitverfolgen, dass die ehemaligen Bundesligastars immer noch topfit sind und im Umgang mit dem Ball nichts verlernt haben. Früh aufstehen hieß es am Sonntag, denn mit dem Frühschoppen wurde auch ein Schafkopfturnier durchgeführt, bei dem es zahlreiche Preise zu gewinnen gab. Auf dem Fußballfeld versuchte sich zur gleichen Zeit die C-Jugend der FT Rosenheim gegen die SpVgg Unterhaching. Diesem Spiel schloss sich fast nahtlos das Turnier der E1- und E2-Jugend an, zu dem man zahlreiche Mannschaften begrüßen konnte. Zwischenzeitlich wurde den Besuchern im Festzelt eingeheizt, als die Boogie-Woogieabteilung zahlreiche heiße Tänze auf das Parkett legte. Unter dem Motto „Sport trifft Kultur“ bot die Freie Turnerschaft einen Kleinkunstabend an, bei dem zahlreiche Comedy-Stars wie beispielsweise das Duo „Steckerlfisch und Schlagsahne“ oder auch die Kabarettisten Chris Blunser aus Prutting oder auch Tobias Öller aus Miesbach ihr Programm anboten. Als absoluter Höhepunkt trat dann auch noch das über Rosenheim hinaus bekannte Clown-Duo „RigoL & TOrF“ auf und strapazierte die Lachmuskeln der Zuschauer. Abgeschlossen wurde diese Festwoche mit dem traditionellen Kesselfleischessen und einer Modenschau von Trachten Auanger. Der Erste Vorstand der Freien Turnerschaft, Rudi Bergmann, zeigte sich mit dem Verlauf des Festes und den gebotenen Vorführungen sehr zufrieden. Bergmann: „Die Festwoche war für das schlechte Wetter sehr gut besucht. Auf alle Fälle hat dieses Jubiläum sicherlich einen guten Eindruck hinterlassen“. Fast zu Tränen gerührt war Rudi Bergmann auch, als ihm Werner Rösler von der Sparda-Bank Rosenheim für die Jugendförderung am Eröffnungsabend einen Scheck über 2500,-- Euro überreichte. eg
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